Geschichte

Cleverbrück ist heute der größte Stadtteil der Stadt Bad Schwartau und entstand aus einer Villenkolonie, die im ersten Jahrzehnt letzten Jahrhunderts auf der Gemarkung des alten Gutes Cleverhof gegründet wurde. Die Einwohnerzahl von ca. 500 wuchs nach Kriegsende 1945 schnell an und liegt heute bei ca. 8000.

1955/56 begannen aktive Laien, durch Gründung eines Kirchenbauvereins die Errichtung einer selbstständigen Gemeinde und einen Kirchenbau für Cleverbrück voranzutreiben.

Zunächst wurde die Pausenhalle der Grundschule Cleverbrück für Gottesdienste zur Verfügung gestellt.

Am 18.07.1957 genehmigte die Landeskirche für Cleverbrück eine eigene Pfarrerstelle innerhalb der Gemeinde Rensefeld. Die Grundsteinlegung zum Pastorat fand am 07.08.1958 statt und am 18.11.1959 konnte die Martinskapelle geweiht werden. Seit dem 01.04.1960 ist Cleverbrück eine selbstständige Kirchengemeinde. Am 20.03.1960 fand der erste Spatenstich für den Kirchenbau, am 23.06.1963 die Grundsteinlegung und am 21.03.1964 die Kirchweihe statt.

Die Kirche ist nach St. Martin von Tours benannt, jenem Ritter, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Diese Szene ist in einem Fenster des Seitenschiffes dargestellt. Der Entwurf des Bauplans der Kirche stammt von den Architekten Gerhard und Dieter Langmaack. Die Hanglage wurde geschickt ausgenutzt. Im unteren Teil, zur Schmiedekoppel hin, befindet sich der Gemeindesaal mit Bühne und Nebenräumen, darüber – auf gleicher Höhe mit der Siedlung am Barger Weg – die Martinskirche. Sie liegt mit ihrem Dach und dem spitzen Dachreiter beherrschend auf der Clever Höhe, wenn auch später Hochhäuser den grazilen Eindruck des Baus beeinträchtigen. Das Innere der Kirche hat die Form eines Zeltes, und die hohe Decke aus Holz gibt dem Raum Weite und eine warme Atmosphäre. Der Raum ist in Schlichtheit mit viel Sorgfalt gestaltet.

Die Glocken wurden schon 1960 von den Gebrüdern Bachert, Bad Friedrichshall, gegossen. Firma Becker, Kupfermühle, baute 1968 die Orgel mit 14 Registern. Im Jahr 1983 wurde eine neue Orgel der Firma Noeske, Rotenburg an der Fulda mit 40 Registern eingebaut. Der Silberschmied Werner Oelschlaeger schuf aus versilbertem Messing die Plastik „ Der Gnadenstuhl“, die in der Nische der Südwand aufgestellt wurde. Otto Wulk, Scharbeutz, erschuf das Ostfenster über dem Altar.

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