Die Georgskapelle zu Bad Schwartau

Die Georgskapelle oder Siechenkapelle an der Eutiner Straße gelegen ist das älteste Gebäude Bad Schwartaus. Die Geschichte der Kapelle reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.

Bereits am 25. Dezember 1260 erhielten die Siechenschwestern von Schwartau eine neue Hausregel durch Bischof Johann II. von Diest (1254-1259).Das Lübecker Domkapitel hatte in den einsam gelegenen Au-Niederungen vor den Toren der Stadt ein Hospital für Aussätzige, ein Leprosarium, errichtet. Dem Hospital wurde um 1280 eine Kapelle angegliedert.

Die Kranken waren durch eine Hausregel zu strengem gottesdienstlichem Leben verpflichtet. Der erste Kapellenbau wurde 1508 durch einen neuen ersetzt: die heutige Georgskapelle.

Vom ersten Bau ist nur noch ein Grabstein erhalten, der jetzt in die Nordwand eingemauert ist. Er trägt die Jahreszahl 1302 und den Namen „Margarete Marthe Cosvelde“ und als Inschrift „orate p. es“ (Betet für sie).

Die Georgskapelle ist ein schlichter Backsteinbau ohne Turm und mit breiten Spitzbogenfenstern. Die in die Giebelwand eingelassenen Wappen sind stark verwittert, nur das Bischofswappen ist andeutungsweise noch erkennbar.

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