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"Im Glauben zum Leben"

Der Text unseres Leitbildes wurde in den Jahren 2010 - 2013 vom Kirchengemeinderat erarbeitet. Hier können Sie das vollständige Leitbild mit der Präambel und die erweiternden fünf Leitsätze mit den dazugehörigen Erläuterungen bzw. Ausführungen lesen:

Im Glauben zum Leben (Die Präambel)

Wir stehen miteinander im Altarraum der Kirche. Eben haben wir gemeinsam das Abendmahl gefeiert, haben empfangen, was für uns gegeben ist und uns stärkt. Nun stehen wir in einem großen Kreis beieinander und fassen uns bei den Händen und dann – immer wiederkehrend – als Abschluss der Abendmahlsfeier dieses Segenswort: „Das stärke und bewahre uns im Glauben zum Leben!“ Der Blick geht in die Runde, wir sehen die anderen, wir werden angesehen, wir spüren den leichten Händedruck des Nachbarn – Zeichen der Verbundenheit.

In diesem Moment des Kreises verdichtet sich unsere Gemeinschaft und wir spüren zudem: Unsere Gemeinschaft besteht nicht nur aus uns selbst und existiert auch nicht als Selbstzweck, sondern sie speist sich aus der Gemeinschaft mit Gott, der die Quelle und der Horizont unseres Lebens ist.

„Das stärke und bewahre uns im Glauben zum Leben!“ – Diese Worte sind Verheißung und Auftrag zugleich und in dieser Formel verdichtet sich, was das Wesen und der Inhalt unserer Gemeinschaft ist. Der Glaube wird da genannt als die grundlegende Daseinsbewegung, die uns verbindet, der Glaube, den wir nicht in erster Linie im Sinne eines Für-Wahr-Haltens verstehen, sondern im Sinne eines elementaren Grundvertrauens. Und das Leben wird da als zweites Stichwort genannt, das Leben als Ziel und Kriterium unseres Glaubens: Es geht um das Leben, um das Leben jedes einzelnen von uns, aber auch um das Leben insgesamt.

Der christliche Glaube hat seine Wurzeln in der Geschichte Gottes mit den Menschen, wie sie bereits im Alten Testament bezeugt ist. Von Anfang an beginnt die Geschichte des Glaubens mit dem Ruf Gottes ins Leben. Das bezeugt die Bibel in ihrer Gesamtheit.

Gerufen in den Glauben zum Leben (Erster Leitsatz)

Jesus hat uns etwas zu sagen:

Vertraut!

Folgt mir nach!

Sagt weiter!

Steht für das Leben ein!

Die Geschichte des christlichen Glaubens beginnt mit dem Ruf ins Leben: Auf seinen Wanderungen durch Galiläa begegnet Jesus den Menschen mit seinem lebensstiftenden Wort. Er ruft sie in den Glauben – in ein Vertrauen, das dem Leben Tiefe und Verankerung gibt. Er spricht Worte der Ermutigung und Vergebung, Worte, die Menschen heil werden lassen an Körper, Seele und Geist. Er richtet seine Rede gegen falsche Lebensorientierungen und eröffnet Perspektiven für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben. So spricht er Worte des Lebens, die Wegweisung geben für jeden einzelnen, aber auch für jede Art von Gemeinschaft, in der Menschen verbunden sind.

Wir glauben, dass diese Worte bis heute nichts von ihrem lebensstiftenden Charakter eingebüßt und uns deshalb immer noch etwas zu sagen haben. Wir glauben, dass sie Orientierung geben für den Weg im Leben und zum Leben. Wir glauben, dass auch ihre Aktualität und Relevanz in gemeinschaftlicher, gesellschaftlicher und globaler Hinsicht ungebrochen sind. Wir glauben, dass sie uns als Einzelne und als Gesellschaft über unser Hier und Jetzt hinausweisen und uns neue Denkmöglichkeiten und Perspektiven aufzeigen.

Deshalb lassen wir diese Worte laut werden unter uns und schenken ihnen Glauben. Wir lassen uns von ihnen in den Dienst der Nachfolge nehmen, indem wir uns nach ihnen richten und diese Worte weitersagen, so wie Jesus seine Jüngerinnen und Jünger dazu aufgefordert hat. Auf diese Weise tragen wir seinen Ruf ins Leben weiter: Wir laden Menschen dazu ein, ihr Leben von dem beeinflussen und bestimmen zu lassen, was Jesus uns zu sagen hat.

Und wir richten seine Worte aus, wo immer wir meinen, dass sie relevant sind für einzelne, für unsere Stadt, unser Land, unsere Welt. Das geschieht im Wissen darum, dass Jesu Ruf ins Leben im biblischen Zeugnis meist den einzelnen Menschen in den Fokus rückt, dabei aber auch die gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Daseins sieht und benennt. Deshalb fühlen auch wir uns neben der individuellen Zueignung seiner Worte verpflichtet, für das Leben überhaupt einzustehen, unsere Stimme also im Sinne Jesu für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zu erheben.

All dies tun wir in bewährten Formen wie Gottesdienst und Andacht, Predigt, Lehre und Diskussion, Gespräch und Seelsorge, sowie in Veröffentlichungen wie dem Gemeindebrief, der Homepage oder den „Lübecker Nachrichten“. Zugleich entwickeln wir andere zeitgemäße Formen, in denen wir diesen Ruf ins Leben weitergeben.

Gestärkt im Glauben zum Leben (Zweiter Leitsatz)

Gottes Geist befähigt und befreit:

Wir vertrauen darauf: Gott ist unter uns, Gemeinschaft ist spürbar.

Wir suchen Antworten auf Glaubens- und Lebensfragen.

Wir setzen uns für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein.

Von Anfang an speist sich alle christliche Gemeinschaft aus der Erfahrung, dass Gott mit seinem Geist in ihrer Mitte präsent ist und wirkt. Nicht nur in der machtvollen Erfahrung von Pfingsten, sondern auch im übrigen Gemeindeleben erfahren die ersten Christinnen und Christen, wie der Heilige Geist in ihrer Gemeinschaft spürbar ist und der Gemeinde als ganzer und jedem einzelnen in ihr Kraft und Befähigung zum Handeln gibt.

Wir glauben, dass diese Erfahrung uns mit den ersten Christinnen und Christen verbindet. Wie sie vertrauen wir auf diese geistliche Präsenz in unserem Gemeindeleben: In unseren Gottesdiensten und Andachten, bei unseren Festen und Veranstaltungen, in den Gruppen von der Kindertagesstätte bis zum „Treff 60“, von den meditativen bis zu den kirchenmusikalischen Gruppen, vom Kirchengemeinderat bis zur Teamerschulung – überall vertrauen wir darauf, dass Gott mit seinem Geist unter uns ist und das Seine dazutut. So ist unsere Gemeinschaft mehr als die Summe ihrer Teile, weil sie mit Gottes Geist im Bunde steht.

Beschreibt der Apostel Paulus diesen Geist Gottes als eine befähigende und befreiende Kraft, so wollen wir in unserer Gemeinde Raum dafür eröffnen, dass der Geist in solcher Weise erfahren werden kann: Dass die Kinder in unserer Kindertagesstätte Selbstvertrauen, Vertrauen ins Leben und in Gott gewinnen, dass die Jugendlichen in der Teamerschulung ihre Talente entdecken und ausbilden, dass die Konfirmanden ihren Weg im Glauben entdecken und auch Erwachsene Antworten auf Glaubens- und Lebensfragen finden, dass Gottesbegegnungen in Gottesdienst, Andacht und Meditation möglich werden, dass Menschen sich klar werden können über die Richtung ihres Weges und sich stärken lassen können für ihr Leben. Darauf vertrauen wir und wollen das Unsere dazu tun.

Diese Stärkung und Handlungsbefähigung geschieht in individueller Hinsicht, findet aber auch im Kontext der Gemeinschaft statt und ist somit vielfach auf die Gemeinschaft hin ausgerichtet. Werden wir durch das Wirken des Geistes als Einzelne gestärkt für das Leben, so sind wir damit zugleich berufen, unsere Begabungen nach unseren Kräften zum Wohle der Gemeinschaft einzubringen. Darüber hinaus fühlen wir uns dadurch beauftragt, im Rahmen unserer Möglichkeiten unsere Verantwortung für das Leben wahrzunehmen und uns im Kleinen und Großen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Miteinander im Glauben zum Leben (Dritter Leitsatz)

Gott schafft Gemeinschaft:

Wir öffnen Räume für Begegnung mit Gott und miteinander.

Wir feiern Gottesdienst.

In der Musik klingt Gemeinschaft.

Wir leben Gemeinschaft in Gruppen.

Wir begegnen einander im Gespräch.

Die Geschichte des christlichen Glaubens ist immer schon eine Geschichte von Glaubensgemeinschaften gewesen. Jesu Ruf in das Leben schließt einzelne zu solchen Gemeinschaften zusammen, integriert Ausgeschlossene, begrenzt Egoisten und gibt Regeln für das gemeinsame Leben. Individualisiertes Leben ohne den Zusammenhang mit anderen ist in Jesu Predigt nicht vorstellbar. Auch Gottes Geist, der uns für das Leben stärkt, verweist uns an die Gemeinschaft, auf dass wir uns im Miteinander getragen wissen und unsere Kräfte, Fähigkeiten und Talente zum Wohle aller einbringen.

Die christliche Gemeinschaft hat dabei zugleich immer eine horizontale und eine vertikale Dimension: Die horizontale beschreibt die Gemeinschaft von Menschen untereinander, die vertikale die Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen. Gott schafft durch sein Wort und seinen Geist Gemeinschaft mit ihm und untereinander. Wir wollen in unserer Gemeinde Räume dafür eröffnen, dass solche Gemeinschaft erfahrbar werden kann.

Der Gottesdienst hat hier besondere Bedeutung, kommen in ihm doch beide Dimensionen von Gemeinschaft in gleicher Weise zum tragen: Wir feiern miteinander Gottesdienst im Vertrauen auf die Gemeinschaft mit Gott. Dabei unterscheiden sich in unserer Gemeinde die Gottesdienste nach ihrer Form und ihrer inhaltlichen Ausrichtung: Wir feiern Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen, die stärker durch die Liturgie oder stärker durch die Predigt geprägt sein können, Gottesdienste für bestimmte Gruppen sowie zu bestimmten Themen und Gottesdienste zu unterschiedlichen Tageszeiten. Doch so sehr sich die Gottesdienste auch jeweils unterscheiden mögen - darin soll nach unserem Verständnis ihr Gemeinsames liegen, dass in ihnen diese „doppelte“ Gemeinschaft spürbar wird und sie auf ihre je unterschiedliche Weise einladend und lebendig sind.

Dabei spielt bei uns die Musik eine herausragende Rolle. Ob im Gottesdienst oder in den kirchenmusikalischen Gruppen: Hier klingt Gemeinschaft – im vereinten Gesang der Gemeinde am Sonntag ebenso wie im gemeinsamen Klang der Stimmen in Kantorei und Kinderchor oder im Zusammenspiel der Instrumente im Posaunenchor, der RenseBand und dem Blockflötenensemble Alt Rensefeld. Die Musik macht so Gemeinschaft hör- und erfahrbar, stiftet ein Zusammengehörigkeitsgefühl und wird manchem zugleich auch zum Moment der Gottesbegegnung.

Neben den kirchenmusikalischen Gruppen leben wir unsere Gemeinschaft auch in einer Vielzahl anderer Gruppen: In der Krabbelgruppe, in den Kinderkreisen und in der Kindertagesstätte machen kleine Kinder erste Erfahrungen von Gemeinschaft, in der Jungschar erleben Grundschulkinder das Gruppenleben, im Konfirmandenunterricht kommen Jugendliche mit Gleichaltrigen zusammen, um Kirche kennen zu lernen, in der Teamerschulung bekommen ältere Jugendliche das Handwerkszeug für die Gruppenleitung, in der Teamerrunde treffen sie auf Gleichgesinnte und können dort ihre Gemeinschaft leben. In der „Auszeit“ kommen Erwachsene zusammen, um in Gemeinschaft zu meditieren, in der „Gruppe Soziale Dienste“ treffen sich Menschen, die sich für das Wohl anderer engagieren, und im „Treff 60“ begegnen sich die alten Menschen in der Gemeinde im vertrauten Kreis. All diese Gruppen sollen Raum für Austausch, Begegnung und Gespräch schaffen und so spürbar werden lassen, dass wir miteinander im Glauben zum Leben unterwegs sind.

Dabei leben diese Gruppen von dem Engagement einer Vielzahl Ehrenamtlicher, die ihre Talente und ihre Energie zum Wohl dieser Gruppen einbringen, die z.B. die Leitung übernehmen oder für die Vorbereitung sorgen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Ehrenamtliche, die in anderer Hinsicht ihre Kraft und Zeit zur Verfügung stellen: Bei der Gestaltung der Schaukästen oder beim Erstellen und Verteilen des Gemeindebriefs, bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen, bei der Durchführung von Konfirmandentagen und Freizeiten, bei Bauprojekten … – unsere Gemeinde lebt auch von dieser großen Zahl der helfenden Hände und mitdenkenden Köpfe, die das Miteinander ausmachen und die Gemeinschaft tragen.

Füreinander im Glauben zum Leben (Vierter Leitsatz)

Die Gemeinschaft weist uns aneinander:

Wir achten aufeinander und auf unsere Umgebung.

Wir sind füreinander da.

Im Anerkennen von Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Gaben tragen wir das Unsere bei.

 Wir machen Fehler und vertrauen auf Vergebung.

Von Anfang an hat sich die christliche Gemeinschaft nicht nur in einem Miteinander sondern auch in einem Füreinander geäußert: Schon Jesu Ruf in das Leben ist begleitet von seiner tatkräftigen Hilfe zum Leben. Er lässt seinen Worten Taten folgen, indem er Menschen aufhilft und sie heilt, indem er befreit und entlastet. Auch in den ersten Gemeinden ist neben den Ruf in das Leben die Aufforderung zur tätigen Nächstenliebe, zur Diakonie getreten: Gottes Geist befähigt und stärkt nicht nur für das individuelle Leben, sondern verweist uns zugleich auch an die Anderen.

Darum glauben wir, dass wir in unserer Gemeinschaft aneinander gewiesen sind und dass es in unserer Gemeinde auch darum geht, füreinander da zu sein. Die beiden Stichworte „Glauben“ und „Leben“ beschreiben dabei gut, was nach unserem Verständnis der Kern dieses Füreinander-da-Seins ist: Es geht darum, einander im Glauben zum Leben zu stärken. Wir wollen uns gegenseitig in diesem Grundvertrauen stärken mit Blick auf das, was das Leben an Fragen, Herausforderungen und Problemen bereithält.

Entsprechend beginnt solches Füreinander-da-Sein nach unserer Auffassung zuallererst in einem achtsamen Umgang miteinander: Wir wollen wahrnehmen, was mit dem anderen ist und aufmerksam sein für seine Sorgen, Probleme und Nöte. Wichtig ist uns ein Klima, in dem jeder ein offenes Ohr finden und andere um Rat fragen kann, in dem jeder willkommen ist und seinen Platz hat und so Starke und Schwache miteinander Gemeinde leben. Wir wollen uns so – im Rahmen unserer Möglichkeiten – gegenseitig unterstützen und aufbauen, Leid mittragen, Wege mitgehen, Schmerz und Trauer mit aushalten.

Verstehen wir somit die tätige Nächstenliebe als Teil der Verantwortung jedes Mitglieds unserer Gemeinschaft, so wissen wir zugleich darum, dass manches den Rahmen der gegenseitigen Verantwortlichkeit übersteigt. Die Pastorin und die Pastoren der Gemeinde sind ansprechbar für das, was in dem Rahmen des gemeindlichen Miteinanders nicht angesprochen und geklärt werden kann, sie hören in seelsorgerlicher Verschwiegenheit zu, helfen bei der Suche nach Lösungen und geben Unterstützung in manchen konkreten Problemlagen.

Dabei akzeptieren wir, dass wir alle – als Ehren- und Hauptamtliche – nicht fehlerfrei sind und nur mit unseren Gaben und Fähigkeiten handeln können. Wir wissen zudem, dass wir bei aller Bereitschaft zur tätigen Nächstenliebe Grenzen haben und mitunter andere enttäuschen oder ihnen etwas schuldig bleiben. In diesem Wissen um die eigene Begrenztheit versuchen wir dennoch, im Vertrauen auf Vergebung dem Auftrag zum gegenseitigen Dienst zu folgen.

Darüber hinaus sind wir als Gemeinde eingebunden in ein Netz professioneller diakonischer Hilfsangebote in unserer Kirche: Die Beratungsstellen für Familien- und Lebensfragen unseres Kirchenkreises, die Krankenhaus- und Altenheimseelsorge, die Diakonie-Sozialstation und andere diakonische Arbeitsstellen ergänzen das diakonische Handeln in der Gemeinde. Sie können weiterhelfen, wo unsere Hilfe an ihre Grenze kommt.

Unterwegs im Glauben zum Leben (Letzter Leitsatz)

Wir sind auf dem Weg.

Wir vertrauen auf Bewährtes und wissen um die Chance des Neuen.

So bleiben wir in Bewegung und offen für Veränderung.

Lebendigkeit, Toleranz und Vielfalt prägen die Formen unseres Bekenntnisses.

Der christliche Glaube ist von Beginn an in Bewegung: Jesus zieht mit seinen Jüngerinnen und Jüngern umher und begegnet unterwegs den Menschen. Oft sucht er die Menschen da auf, wo sie sind, ohne dabei selbst lange an einem Ort zu bleiben. Auch das Selbstverständnis der ersten Christinnen und Christen ist dadurch geprägt: Sie wissen, dass man im Glauben nie ganz angekommen ist, sondern immer unterwegs bleibt. So halten sie an den überlieferten Traditionen fest und räumen diesen Traditionen einen hohen Stellenwert ein, wissen aber zugleich, dass ihr Glaube sich nicht im Bewahren dieser Traditionen erschöpfen kann.

Auch unser Selbstverständnis ist geprägt von einem solchen Gegenüber von Tradition und Wandel, von Wertschätzung des Alten einerseits und Offenheit für das Neue andererseits: Nicht zuletzt unser altes Kirchengebäude zeugt dabei von der Tradition, in der wir stehen. Soll dieses Gebäude aber weiterhin ein Ort lebendiger Gottesbegegnung sein, so muss diese Tradition ins Gespräch gebracht werden mit den Herausforderungen und Themenstellungen der Gegenwart und Zukunft. Das, was uns überliefert ist, ist uns somit Orientierung und Richtschnur, soll aber stets daraufhin befragt werden, welche Relevanz es in der Jetzt-Zeit und darüber hinaus hat.

So achten und pflegen wir das, was als gelebte Tradition lebendig ist, versuchen zugleich immer wieder Neues und sind neueren Einflüssen gegenüber aufgeschlossen. Wir wollen keine statische Größe sein, sondern beweglich bleiben, weil wir wissen, dass das Wort des Lebens in immer wieder neuer Weise gesagt und vermittelt werden will und die lebendige Gemeinschaft sich immer wieder neue Formen und Ausdrucksweisen des Miteinander und Füreinander sucht.

Nicht zuletzt äußert sich dieses Selbstverständnis in tatsächlichem Unterwegssein: Freizeiten für Kinder, Jugendliche und Senioren, auswärtige Klausurwochenenden des Kirchengemeinderats, Mitarbeiterausflüge und Reisen zum Kirchentag sind feste Bestandteile in unserer Jahresplanung.

Gerufen - Gestärkt - Miteinander - Füreinander - Unterwegs

im Glauben zum Leben

 

In seiner Gottesreichpredigt hat Jesus das Reich Gottes als eine Wirklichkeit beschrieben, die bereits mitten unter uns ist, die es aber zugleich auch noch zu erwarten und zu verwirklichen gilt. Auch die ersten Christinnen und Christen erfuhren sich in ihrem Glaubensleben in dieser Spannung zwischen einem „schon jetzt“ und einem „noch nicht“.

Unser Leitbild bewegt sich ebenfalls in dieser Spannung zwischen dem, was schon jetzt ist und erlebt werden kann, und dem, was noch nicht ist und auf seine Verwirklichung wartet.

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